Das Reich von Tevinter ist das am längsten bestehende Land in Thedas und wird von einer mächtigen Magokratie beherrscht. Die Führer des Reichs werden Magister genannt und vom Imperialen Archon angeführt. Geographisch liegt das Reich im nördlichen Zentrum von Thedas. Es grenzt im Westen an Anderfels, im Süden an Nevarra und die Freien Marschen und im Osten an Antiva an.


Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als die Menschen zum ersten Mal auf das Festland von Thedas kamen, verbreiteten sich mehrere Stämme über Thedas, aber es waren die Tevinters, deren Zentrum die Hafenstadt Minrathous war, die sich am stärksten ausbreiteten. Das Land wurde zunächst von einer Dynastie von Königen regiert. In den Städten der Tevinters bildeten sich Zirkel von Magiern als geschlossene Gesellschaften, vermutlich um ihre Talente zu trainieren und zu studieren. Sie bildeten einen Rat ihrer talentiertesten Magier, das Magisterium, der in Minrathous tagte und über die Magie im Königreich entschied. Im Jahr -1195 Antike (0 TE) übernahm der oberste Magisterfürst der Tevinter-Dynastie, Archon Darinius, als erster Archon die Macht und gründete das Reich, wobei er die Magister als dessen Aristokratie etablierte. Darinius war der erste Mensch, der sich erfolgreich mit den Zwergen von Kal-Sharok verbündete und ausgiebig mit ihnen Handel trieb. In dieser Zeit wurde ein Gremium von Zwergenvertretern gegründet, das die Tevinter-Führer beriet und die Handelsbeziehungen zwischen dem Reich und den Zwergenkönigreichen verwaltete. Der Archon Thalsian, einer der ersten Magister, behauptete, den Alten Gott Dumat kontaktiert zu haben, um die Blutmagie zu erlernen und sich selbst zum Herrscher zu erklären. Thalsian errichtete Tempel zur Anbetung von Drachen, die zu einem Symbol der Macht innerhalb des Reichs wurden. Er schuf die "Altus" als herrschende Klasse, während seine Schüler die Adelshäuser bildeten, die das Reich für Jahrtausende regierten.

Als das Reich wuchs, wurden im Wald von Arlathan elfische Späher gesichtet, ein seltsames Volk mit spitzen Ohren und Magiebegabung. Obwohl die Menschen eine Zeit lang mit den Elfen koexistiert hatten, kam es bald zu Feindseligkeiten, als die Elfen den Kontakt zu den Menschen scheuten. Außerdem verschwanden die menschlichen Siedlungen im Arlathaner Wald sowie die Abgesandten, die ausgesandt worden waren, um Kontakt mit den Elfen aufzunehmen.

Dies führte dazu, dass das Reich 214 TE den Krieg erklärte und in den Arlathan-Wald einmarschierte, um die Stadt Elvhenan mit - wie es heißt - Dämonen und Drachen zu belagern. Sechs Jahre später versenkten die Magister und der damalige Archon Thalasian die Stadt mit Blutmagie im Boden. Die überlebenden Elfen wurden versklavt, trotz ihrer Begabung für Magie. Von ihnen lernten die Magister, Lyrium zu benutzen, um in das Nichts zu gelangen.

Die Magister glaubten, dass die Magie eine Gunst der Alten Götter und kein Zufall der Geburt war und weigerten sich, die magische Unterschicht der Elfen und der neu befreiten Fremden anzuerkennen. Als Archon Almadrius Tidarion, einen niedriggeborenen Magier von planasischem Blut, zu seinem Lehrling wählte, führte die daraus resultierende Empörung des Magisteriums zu Almadrius' Ermordung im Jahre 503 TE und einem Bürgerkrieg, der über siebzig Jahre andauerte. Zum ersten Mal seit dem Fall von Arlathan kämpften Magier gegen Magier. Der Bürgerkrieg endete schließlich im Jahr 575 TE, als Archon Parthenius, der ehemalige Hohepriester von Dumat, die Laetaner endlich in die Tempel aufnahm und ihnen drei Sitze im Magisterium gab.

Während seiner Expansion eroberte das Reich einen Großteil des Landes Thedas, bis nach Ferelden im Süden und nach Rivain im Osten, und unterwarf die dort ansässigen Stämme durchweg mit brutaler Gewalt.Tevinters Konzentration auf den Sieg über das Elfenreich erlaubte es jedoch südlichen Stämmen - insbesondere den Inghirsh -, Einfälle gegen Tevinter zu unternehmen. Zu seiner Zeit war die Macht des Reiches in der Region jedoch unbestreitbar. Der Bau der Kaiserlichen Straße wurde in Auftrag gegeben, um alle Länder unter Herrschaft des Reichs miteinander zu verbinden, aber durch den Fall des Reichs wurde das Projekt nie vollendet. In den Jahren 620-640 TE brach ein weiterer großer Bürgerkrieg aus, als die beiden einflussreichsten Magister um den vakanten Thron des Archons kämpften und das Reich zu spalten drohten. Auch nachdem die Ordnung wiederhergestellt war, markierte dies den Niedergang des goldenen Zeitalters des Reichs.

Im Jahr 800 TE opferte eine Gruppe von Magistern in einem fehlgeleiteten Versuch der Apotheose hunderte von Sklaven und verbrauchte zwei Drittel des Lyriums im gesamten Reich, um mit Hilfe von Blutmagie physisch in das Nichts einzutreten und als erste Dunkle Brut zurückzukehren. Der Erzdämon Dumat führte die Erste Verderbnis daraufhin fast zweihundert Jahre lang an, verwüstete das Reich und erschütterte seine Macht. Zivile Unruhen trugen zu den Komplikationen bei, bis die neu gegründeten Grauen Wächter die Dunkle Brut schließlich besiegten.

Das stark geschwächte Reich wurde von der entlaufenen Sklavin Andraste und ihrem Ehemann Maferath angegriffen, die eine Barbarenarmee aus Ferelden nach Norden brachten, um das Reich im Jahr 1020 TE zu zerstören. Sklavenaufstände von Elfen, die von Andrastes Feldzug begeistert waren, brachen überall in den Städten aus und verstärkten die Bedrohung durch die einrückenden fereldischen Armeen. Schließlich wurde die Rebellion niedergeschlagen und Andraste vier Jahre später zusammen mit ihren Generälen öffentlich hingerichtet. Im Jahr 1035 TE konvertierte Archon Hessarian, der Herrscher zur Zeit von Andrastes Aufstand, offiziell selbst zum Glauben und enthüllte Maferaths Verrat.

In den Jahren 1050-1120 TE begann der Krieg Rivains um die Unabhängigkeit vom Reich, was das Reich von der Rückeroberung der Freien Marschen ablenkte. Östliche Städte der Freien Marschen sammelten sich, um Rivain zu helfen, und in der Schlacht von Temerin im Jahr 1117 TE gab das Reich Rivain auf.

Mit der Gründung der Kirche im Jahr 1195 TE gewannen die Andrastischen Kulte in der ganzen Welt an Bedeutung. Die herrschenden Magister von Tevinter verloren erheblich an Einfluss, da sie in die restriktiven Zirkel der Magi eingepfercht wurden. Obwohl sich der Süden Tevinters komplett gespalten hatte, blieb der Norden intakt. Die Magister kapitulierten schließlich vor der Kirche, aber nur zu ihren eigenen Bedingungen.

Im Jahr 3:87 Zeitalter der Türme spaltete sich das Reich von der Andrastischen Kirche ab und gründete seine eigene Imperiale Kirche unter einem Magier, dem Göttlichen Valhail. Im Schwarzen Zeitalter und im Erhabenen Zeitalter wurden mehrere Erhabene Märsche gegen das Tevinter-Reich vom Weißen Göttlichen angeordnet, als die Spannungen zwischen der Orlesianischen und der Imperialen Kirche zunahmen. Als Vergeltung für diese Angriffe weigerte sich Tevinter, den anderen Nationen von Thedas nach dem Ausbruch der Vierten Verderbnis im Jahr 5:12 Erhabenes Zeitalter Hilfe gegen die eindringende Dunkle Brut zu schicken.

Im Jahr 6:30 Stählernes Zeitalter wurde Thedas zum ersten Mal von den Qunari angegriffen, und ein Großteil des Reichs wurde in den Auseinandersetzungen erobert. Entschlossen, seine verlorenen Gebiete zurückzuerobern, nahm das Reich bis weit ins Stürmische Zeitalter hinein (7:25-7:85) an den Neuen Erhabenen Märschen an der Seite des Orlesianischen Kirche teil. Das Reich beteiligte sich nicht wie andere menschliche Nationen an den Llomerryn-Abkommen, einem Waffenstillstand, der den Krieg mit den Qunari beendete, und so befanden sich die Tevinter und die Qunari noch lange danach in einem ständigen Kriegszustand, da beide um die Vorherrschaft im Norden von Thedas kämpften. Derzeit bekriegen sich beide um die Insel Seheron.

Im Jaht 7:34 Stürmisches Zeitalter schien sich die politische Macht wieder auf die Magister zu verlagern, da der neue Archon Nomaran direkt vom Zirkel der Magier gewählt wurde und Gesetze abschaffte, die den Magiern die Teilnahme an der Regierung verboten.

Kultur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tevinter wird von allen anderen Nationen verachtet. Sklaverei ist beim dekadenten Adel immer noch Brauch. Das Reich bildet das Zentrum des Schwarzhandels, des Schmuggels (eingeschlossen das Verstecken von flüchtigen Magiern aus anderen Ländern) und des Sklavenhandels. Obwohl sichtlich im Verfall begriffen, ist Tevinter nach wie vor sehr mächtig und verfügt über beachtliche militärische Macht. Ohne Zweifel würde es sich gegen die Nationen im Süden wenden, doch sie ständigen Kriege mit den Qunari in Seheron und Par Vollen nehmen zu viel Aufmerksamkeit in Anspruch.

Einst herrschten die Magisterlords gemeinsam über das Reich und kontrollierten das Volk mit ihrer Fähigkeit, in seine Träume einzudringen. Diese Lords sind nicht mehr, doch selbst heute werden manche Magier noch stillschweigend als äußerst tüchtige Traumwanderer und Wahrsager anerkannt.

Militär[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für seine beeindruckende Armee zieht das Reich zahlreiche Soldaten aus seinen Gebieten ein. Zwei Besonderheiten des Militärs von Tevinter sind in ganz Thedas bekannt. Zum einen die Elefanten. Diese gewaltigen Kreaturen wurden schon vor Jahrhunderten aus den Küstenkolonien der nordwestlichen Urwälder nach Tevinter gebracht. Und zum anderen die legendären Moloche: drei gigantische Kriegs-Golems aus antiker Zwergen-Anfertigung.

Meinungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

"Das Reich ist heute kaum mehr als eine heruntergekommene Schlampe, die im hohen Norden von Thedas kauert und betrunken jeden Passanten ankeift, er möge sich doch an ihre frühere Schönheit erinnern.

Man sieht durchaus, dass Minrathous einst der Mittelpunkt der Welt war. Die Spuren seiner Macht und Kultur sind noch auszumachen. Aber sie liegen unter Schichten von Dreck, die die Dekadenz des Reiches über die Zeitalter angehäuft hat. Die Magierokratie lebt in eleganten Steintürmen, weit über dem Gestank der Sklaven und Bauern am Boden. Die Außenbezirke von Minrathous sind überschwemmt von einem Meer von Flüchtlingen, die in dem nie enden wollenden Krieg zwischen dem Reich und den Qunari alles verloren haben.

Und dennoch überlebt das Reich. Ob durch das Schwert oder durch Magie, mit Tevinter muss man stets rechnen. Minrathous wurde schon oft von Menschen belagert, sogar von Andraste selbst, doch gefallen ist es nie."

Aus Auf der Suche nach Wissen: Die Reisen eines Scholaren der Kirche von Bruder Genitivi

Hauptstadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen aus Tevinter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Galerie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise

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