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Hier sind die Geschichten, die Solas dem Inquisitor erzählt, aufgeschrieben.
Solas entzündet Fackel mit Magie

Erzählt mir von den alten Ruinen Bearbeiten

“Einmal entdeckte ich die Ruine von Barindur, einer versunkenen tevinterischen Stadt, die in einer toten und öden Wildnis begraben war. Begraben unter einer Ascheschicht. In einem einzigen, dunklen Moment waren alle lebenden Wesen in der Stadt erstickt und versenkt worden. Sie waren Statuen aus Asche, Gussformen, die an das, was einst war, erinnerten.”


“Einmal stieß ich auf einen alten Zwergen-Thaig, den der Stein nicht mehr schützte, nachdem ihn ein Erdbeben dem Tageslicht ausgesetzte hatte. Ich fand dort tausend gefallene Zwerge, allesamt Opfer der Dunklen Brut, an deren letzte Schlacht nur noch ein riesiger Ring aus Rüstungen erinnerte. Und in der Mitte ein kleiner Leib, der sich verzweifelt an ein Stofftier klammerte.”


“Einmal stieß ich in der Korcari-Wildnis auf eine bescheidene Hütte, weit entfernt von den einfachen Chasind-Stämmen. Weder hatten Bäume und Gräser die Hütte überwuchert, noch wagten die Chasind, die Hütte zu betreten und den zurückgebliebenen Plunder zu stehlen. Sie war leer. Seit langer Zeit verlassen, und doch fürchtete die Welt, ihre Bewohnerin könnte zurückkehren...”

Erzählt mir von Geistern Bearbeiten

“Ich traf einmal einen freundlichen Geist, der die Träume von Dorfmädchen beobachtete, in deren Herzen die erste Liebe aufwallte. Also lenkte sie ihre Schritte geschickt zu den Jungen des Dorfes, die ihre Liebe mit sanfter Zuneigung erwiderten würden. Ich nannte sie "Die Kupplerin". Nicht viele Dörfer haben so ein Glück.”


“Die Alamarri überquerten das Frostgipfel-Gebirge, um einer Bestie zu entkommen, die sie in ihren Geschichten "Die Schattengöttin" nannten. Ich kenne den Geist, vor dem sie flohen. Sie streift klagend entlang der sündlichen Tundra duch das Nichts. Einsam und vergessen. Das große Ferelden entstand also, weil ein einsamer Geist seine Beute verjagt hatte.”


“Einmal traf ich einen uralten Geist, der einst der unangefochtene König, beinahe aller Länder war, die ich bis dato besucht hatte. Ebenso wie Stolz oder Zorn, war er die Reflexion eines Gefühls. Als ich ihn jedoch fragte, für welches Gefühl er stehe, zögerte der Geist. "Sie haben es vergessen", sagte er. "Es gibt kein Wort mehr, für das, was ich war".”

Erzählt mir von Erinnerungen Bearbeiten

“Einmal sah ich eine wilde Horde von Menschen, die gen Schlachtfeld marschierte. Sie sangen ein Soldatenlied, um in Formation zu bleiben. Die Melodie ließ den Boden erzittern. Der Gesang dieser wilden, ungewaschenen Krieger ließ jeden Kirchenchor verblassen. Obwohl ihre Sache hoffnungslos war, sangen sie Lieder, die die Geister zum Weinen brachten.”


“Einmal sah ich einen Zwerg, der ins Licht des Tages trat und seine Augen vor der Sonne schützte, die er in diesem Moment zum ersten Mal erblickte. Aus seinen Augen flossen Tränen. Zuerst dachte ich, sie wären dem grellen Licht geschuldet, doch dann sah ich den Stein, den er in seiner Hand hielt. Schließlich legte er den Stein sanft auf den Boden und ging langsam davon.”


“Einmal sah ich eine junge Qunari, die in einer einfachen Küche arbeitete und wie jeden Morgen einige Laibe Brot buk. Bei jedem Laib, den sie buk, brach sie die Regeln, indem sie heimlich eine Prise Zucker in den Teig knetete. Und dieser bescheidene Akt der Rebellion, zauberte ein strahlendes Lächeln auf ihr Gesicht.”

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