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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Im Diamantenviertel Orzammars liegt die Halle der Bewahrung, ein Zweig der zwergischen Gesellschaft, der so alt ist, dass selbst die Zwerge nicht mehr wissesn, wann und wie er seinen Anfang nahm. Die Bewahrer sind die Hüter der Geschichte eines Volkes, das weder die Sonne noch Jahreszeiten kennt und die Zeit am Leben und Tod von Königen bemisst. Aber sie sind keine bloßen Historiker. Sie sind Handwerker. Denn die lebendige Geschichte der Zwerge wird nicht niedergeschrieben, sondern geschmiedet. "Die Erinnerungen", wie die Zwerge ihre Aufzeichnungen nennen, sind voller Sorgfalt geschaffene Runen aus Lyrium, die die Gedanken desjenigen Bewahrers enthalten, der sie erschuf.

Die Herstellung von Runen ist jedoch nicht auf die Bewahrer beschränkt. Ihre gebräuchlichste und nützlichste Art wird von Mitgliedern der Schmiedekaste aus Lyrium und anderen Metallen gefertigt, die auf Magie reagieren. Korrekt angebracht, können sie einem Gegenstand ebenso wie Runen tevinterischer Machtart eine Vielzahl faszinierender neuer Eigenschaften verleihen. Allerdings finden sich Runen auch in jeglicher anderen Kunst der Zwerge, und nicht alle von ihnen dienen praktischen Zwecken - oder zumindest keinen, die uns bekannt wären. Sie werden in Häuser und Geschäfte graviert, finden sich als Verzierungen auf Kleidungsstücken, werden in Glaswaren geätzt und sogar auf Nachttöpfe gemalt.

Die Bedeutung der Symbole selbst sind dabei geheiligtes Wissen, das von der Halle der Bewahrung gehütet wird. Auf jeden Fall sind die Runen nicht, wie viele Oberflächler glauben, die Schriftsprache der heutigen Zwerge, sondern vielmehr Überreste einer vergessenen Sprache, die nicht nur älter ist als das Zwergenreich Orzammar, sondern auch als jegliche Geschichte, die seit Zehntausenden von Jahren in den Erinnerungen festgehalten wird. Die Halle der Bewahrung kennt die Bedeutung von einigend Dutzend zwergischen Runen. So wird "Erinnerung" offenkundig genutzt, um ihre Aufzeichnungen festzuhalten. In vielen Fällen ist die Bedeutung dabei kein Ergebnis einer Übersetzung, sondern vielmehr einer Schlussfolgerung. So könnten Runen, die sowohl Rüstungen als auch tragende Bauwerke zieren, durchaus "Stärke" oder "Belastbarkeit" bedeuten. Von Zeit zu Zeit werden in verlorenen Thaigs auch neue Symbole entdeckt und von der Legion der Toten zu den Bewahrern gebracht, die diesen Schatz eifersüchtig hüten, während sie sich bemühen, ihren Nutzen und ihre Ursprünge zu ergründen. Waren diese Symbole eine frühere Version der geschriebenen Zwergensprache? Eine Sprache, die irgendwann nicht mehr genutzt und durch jene der heutigen Könige ersetzt wurde? Das ist schwer zu sagen, und auch die Erinnerungen geben darüber keinen Aufschluss.

- Aus Auf der Suche nach Wissen: Die Reisen eines Scholaren der Kirche, von Bruder Genitivi

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