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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Dieses verschlissene Tagebuch wurde zwischen anderen, wertvolleren Gegenständen gefunden. Es ist in Leder gebunden und am Rand mit massivem Silber verziert, was vermutlich der Grund ist, warum es aufbewahrt wurde. Ein paar Einträge sind noch lesbar.

16. Haring, 9:8

Das ist der kälteste Winter, den ich je erlebt habe. Selbst der Fluss ist zugefroren, und heute tobte außerdem ein fürchterlicher Schneesturm. Umso überraschter war ich, plötzlich ein Klopfen an meinem Tor zu hören. Ich ging nachsehen, und da stand eine junge Frau. Sie sagte, sie suche nach der Fairbanks-Kate. "Die habt Ihr gefunden", antworte ich ihr, "und jetzt kommt erst mal aus diesem scheußlichen Wetter raus." Sie schlug ihren Umhang zurück, und ich konnte sehen, dass sie schwanger war, weniger als zwei Wochen vor der Geburt. "Bitte helft mir." Sie war den Tränen nahe, also brachte ich sie ins Haus und setzte sie mit heißem Tee und warmen Pantoffeln vor den Kamin.

Sie ist jung, nicht älter als zwanzig. So zart, wie ihre Hände sind, kann sie in ihrem Leben noch nie körperlich gearbeitet haben. Ihre Kleidung ist schmutzig von der Reise, aber von erlesener Qualität. Allein ihr Mantel muss mindestens fünfzig Gulden wert sein. Es ist wunderschön, blau und mit Fuchspelz besetzt.

Ihr Name ist Bernice, aber das ist auch schon alles, was sie mir verraten hat. Viele der Mädchen, die hierherkommen, wollen nicht sagen, wer sie sind. Ich verstehe das.
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25. Haring, 9:8

Bernice hat ihr Kind bekommen. Es ist ein Junge, gesund und mit vollem Haar, den sie Evariste nannte. Sie wollte mich mit einem schweren, mit einem Falken verzierten Goldmedaillon bezahlen. Es sah wertvoll aus, und ich fragte sie, wem es gehörte. Ihrem Vater, sagte sie, aber sie wolle es nicht mehr. "Mag sein", antwortete ich ihr, "aber vielleicht will Euer Sohn eines Tages wissen, woher er stammt."
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1. Wintermarsch, 9:9

Ein neues Jahr ist angebrochen. Bernice dürfte eigentlich gesund genug sein, um sich wieder auf den Weg zu machen, aber es ist immer noch kalt, und ich bringe es einfach nicht übers Herz, sie vor die Tür zu setzen. Ich werde sie bitten, als meine Gehilfin hierzubleiben. Ich bräuchte schon länger jemanden, der mir hilft. Meine Finger sind nicht mehr so geschickt wie früher, und sie ist ein kluges Mädchen. Sie wird eine gute Schülerin abgeben.

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