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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Andraste, unsere Herrin, das Schwert und Feuer gegen das Reich, verraten an Tevinter im Austausch für ein Königreich. Von Maferath, dessen Namen nun gleichbedeutend mit Verrat ist. Doch hätte Andraste gesiegt, und falls nicht, was hätten wir verloren? Lasst uns nicht die Tat an sich betrachten, sondern das Warum.

Als die Armeen des Glaubens das Reich durchbohrten, zeigten sie sich nicht als Welle, sondern als Pfeil. Und wie uns jeder Jäger versichern wird, liegt es nicht am Bogen, wenn man das falsche Ziel anvisiert. Wir müssen uns fragen: Welchen Anteil ihres Sieges hatte unsere Herrin bis zu diesem Punkt über das Reich erzielt und welchen Anteil lediglich über Echos des Reiches? Andraste mag dergleichen in ihrer Beseeltheit keine Beachtung geschenkt haben, doch Maferath, der General, kämpfte nicht für Visionen, sondern für sein Heimatland. War es der Sieg oder die Niederlage, was sein Verrat verhinderte?

Maferath schloss den Pakt, der unsere Herrin das Leben kostete. Das ist eine Tatsache. Und als Andraste starb, erhielt Maferath als Lohn sämtliches Land südlich der südlichen Ebenen. Wie großzügig und unmöglich zu halten muss dieses Geschenk erschienen sein. Lasst uns Maferath und das Vermächtnis, das er unter seinen Söhnen aufteilte, nicht mit anklagendem Blick betrachten, sondern von einem Gesichtspunkt taktischer Erwägungen aus. Denn er muss gewusst haben, dass bloße Gegner Tevinter noch nie aufgehalten hatten. Was, wenn es ihm darum ging, Ebenbürtige zu erschaffen, und nichts von all dem zufällig geschah?

Wie haben sich Isorath, Evrion und Verald dann geschlagen?

- Ein Auszug aus Eine Geschichte ohne Helden: Lesungen im hässlichen Herzen der Veränderung, gesammelt von Philliam, einem Barden!

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