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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Nicht wenige glauben an die Legende, Antiva verdanke seine Unabhängigkeit der beständigen Angst anderer Länder vor den Krähen. Doch natürlich ist diese Geschichte - die vor allem von den Krähen selbst verbreitet wird - nicht glaubwürdiger als die Versprechungen eines Marktschreiers. Um die Wahrheit zu erfahren, müssen wir unseren Blick stattdessen auf den Palast der Könige in der Stadt Antiva wenden. Über seinem Tor ragt die prachtvolle Statue einer Frau in der königlichen Tracht Rivains in den Himmel, und ihre wachsamen Augen verfolgen alles, was innerhalb dieser Mauern geschieht. Es ist die Statue von Asha Subira Bahadur Campana, der Königsmutter von Thedas.

Als die Matriarchinnen von Rivain die Vermählung zwischen Prinzessin Asha von Ayesleigh und König Alonzo Campana von Antiva in die Wege leiteten, blieb dies von ihren Zeitgenossen weitgehend unbeachtet - die Augen von Thedas waren auf die Kriege zwischen Orlais und Nevarra gerichtet. Die Hochzeit zwischen einer unbedeutenden Prinzessin aus Rivain und einem nahezu machtlosen König war es nicht wert, von ihnen beachtet zu werden. Und doch war diese Vermählung rückblickend betrachtet das vielleicht bedeutendste Ereignis in der Geschichte von Thedas, seit die Goldene Stadt schwarz geworden war.

Königin Asha war eine fähige Strategin. Sie erkannte die militärischen Bestrebungen von Tevinter, Nevarra und Orlais und schmiedete einen Plan. Antiva war zu reich, um von der Gier seiner Nachbarn verschont zu bleiben, und zu arm, um eine Armee auszuheben, die sowohl Tevinter als auch Orlais hätte abwehren können. Wenn sie ihr Volk beschützen wollte, musste sie also Mittel finden, die mächtiger waren als Stahl.

Die Königin verbrachte Jahrzehnte damit, Bündnisse auf die alte rivainische Art zu schmieden: durch Hochzeiten. Sie verheiratete ihre zahlreichen Kinder und Enkelkinder strategisch klug mit Adelshäusern überall auf dem Kontinent. Und so hatte Antiva innerhalb von dreißig Jahren derart viele Verbindungen geknüpft, dass jegliche feindliche Handlung gegen das Land halb Thedas in einen Krieg gezwungen hätte.

Das Blut von Königin Asha strömt durch die Adern der Kaiserin von Orlais, des Prinzen von Starkhaven, des Königs von Nevarra und der sieben Herzoge von Anderfels. Sogar einige Magister des Reichs von Tevinter sind mit der Königsfamilie Antivas verwandt. Das Netz der Blutsbande, das Asha gewebt hat, zwingt einen Großteil des Kontinents dazu, Frieden mit Antiva zu halten. Alles andere könnte bei möglichen Familientreffen zu äußerst peinlichen Situationen führen.

- Aus Auf der Suche nach Wissen: Die Reisen eines Scholaren der Kirche, von Bruder Genitivi

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