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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Mein Kommen wurde genauestens beobachtet. In diesem Thaig war man daran gewöhnt, seine Grenzen im Auge zu behalten. Ich hatte den Eindruck, unser Treffen wäre kurz und blutig verlaufen, wenn ich einer seiner Vettern aus Orzammar gewesen wäre. Und das auch nur, falls man es mir in diesem Fall überhaupt gestattet hätte, den Durchgang zu finden. So jedoch war er höflich und geschäftstüchtig. Er kannte den Markt für das, was er anzubieten hatte, genau. Es steht also außer Zweifel, dass ihre Zurückgezogenheit nichts mit Angst und gewiss auch nichts mit Gleichgültigkeit zu tun hat. Unter seinen Waren befanden sich die neuesten Stoffe aus Val Royeaux ebenso wie die Bücher eines Dichters aus den Freien Marschen, der seit drei Jahrhunderten tot war. Das alles verstärkte nur meine Zweifel an der offiziellen Verlautbarung der Versammlung von Orzammar bezüglich des Jahres, in dem Kal-Sharok angeblich "wiederentdeckt" wurde. Doch trotz meiner Neugierde war da irgendwas Unterschwelliges, das mich beunruhigte. Ich muss nochmals betonen, dass er und seine Helfer vollkommen professionell und absolut ehrlich waren. Und dennoch war da etwas, das ich nicht beschreiben kann. Obwohl er sein Gesicht die ganze Zeit über unter einer Kapuze verbarg, sah er mir zum Abschluss unseres Handels offen und unverhohlen in die Augen.

Ich habe eine Zeit der Verderbnis durchlebt. Ich habe den Blick eines Grauen Wächters auf mir gespürt und die Verderbtheit seiner Beute gesehen. Warum mir in diesem Moment beides in den Sinn kam, kann ich auch heute noch nicht erklären.

- Über das Treffen mit Novas Sturhald in Kal-Sharok, entnommen den Tagebüchern von Ser Evrain Abernache, einem adeligen Händler und Scholaren

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