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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Als das Beschwörungsritual abgeschlossen war, erschien der Geist. Weder Geister noch Dämonen besitzen ein Geschlecht, wie wir es verstehen, doch ähnlich dem ebenso seltenen wie gefährlichen Dämon der Wollust zeigte sich dieser Geist in weiblicher Gestalt. Obwohl er nicht bedrohlich wirkte, strahlte er ein Selbstbewusstsein und eine Zuversicht aus, wie ich es bislang nur bei den mächtigsten Dämonen erlebt hatte.

Dieser Geist der Weisheit war höflich und zuvorkommend. Er beantwortete unsere Fragen über das Nichts, und als wir nicht verstanden, was er meinte, räumte er sogar ein, wie schwierig dies sei. Es gab mit ihm auch kein Feilschen, wie man es von einer beschworenen Kreatur normalerweise erwartet. Der Geist stellte uns lediglich auch einige Fragen. Heras verriet ihm eine mathematische Formel, die er kürzlich bewiesen hatte, Etrenne erklärte ihm ihre Studien über magische Thematiken im Gesang des Lichts und der junge Rhys erzählte ihm ein wenig von seiner Mutter.

Als wir damit fertig waren, dankte uns der Geist für das Gespräch und verschwand, obwohl keiner von uns ihn freigegeben hatte. Wir fanden schnell heraus, dass unser Beschwörungsritual voller Fehler gewesen war, was bedeutet, dass der Geist nicht unter Zwang zu uns gekommen war. Er war die ganze Zeit, die wir uns unterhalten hatten, aus freiem Willen bei uns geblieben. Heras zeigte sich überaus besorgt darüber, dass ein derart mächtiger Geist weiterhin frei ist, und hat das Ritual überarbeitet, um die Schwäche des Bindungszaubers zu beheben. Ich verstehe seine Vorsicht, aber ich muss auch gestehen, dass ich die Unterhaltung durchaus genossen habe. Und ich bezweilfe, dass der Geist uns gegenüber ebenso offen gewesen wäre, wenn er in Ketten gelegen hätte.

- Ein Auszug aus Geister des Weißen Turms, von Oberverzauberer Francois

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