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Siehe auch: Kodex (Dragon Age II)

Kodexeintrag

Ich habe dem Ladengehilfen gegenüber meine Zweifel zum Ausdruck gebracht und dafür nur eine kühle Erwiderung erhalten, er sei über meine Schlussfolgerungen alles andere als erfreut. Er beharrte darauf, dass jedes Stück im Schwarzen Emporion echt sei - es gäbe weder Fälschungen noch Imitate oder billige Kopien.

Ich habe vermutlich nicht überzeugt gewirkt, denn der Gehilfe kniff die Augen zusammen und verschwand in den Tiefen des Ladens, aus denen er einige Minuten später wieder zurückkehrte. Er nahm das Glas mit eingelegten Äpfeln aus seinem Schaukasten und entfernte sorgsam und ehrerbietig das Siegelwachs von dessen Deckel.

Voller Faszination sah ich zu, wie das Glas geöffnet und ihm ein einzelner, roter Apfel entnommen wurde. Er sah aus, als wäre er erst am selben Tag gepflückt worden und habe die perfekte Reife. Mit einem Schälmesser schnitt der Gehilfe eine hauchdünne Scheibe des Apfels ab und überreichte sie mir.

Der Geschmack dieser einzelnen, winzigen Scheibe war überwältigend. Er kam dem eines perfekten Apfels näher als alles, was ich je gekostet hatte. Ich schmeckte die Essenz eines jeden Apfels, der je gegessen wurde und jemals gegessen werden wird. Als es vorbei war, erfüllte mich ein Gefühl des Verlustes, das so überwältigend war, dass ich in Tränen ausbrach.

Der Rest des Apfels wurde zurück in das Glas gelegt, das anschließend wieder versiegelt wurde. Ich bezahlte fünf Sovereigns für diesen einzelnen Bissen und bin davon überzeugt, damit ein hervorragendes Geschäft gemacht zu haben.

— Aus den Briefen von Bruder Ferdinand Genitivi an Schwester Petrine, Scholarin der Kirche

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