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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Wir waren von dem Hafenstädtchen aus in eine der größeren Städte unterwegs, als sie über uns herfielen. Sie schrien wie wilde Tiere. Die Zeichnungen in ihren Gesichtern waren primitiv und unsinnig, ihre grausamen Waffen schartig und vernachlässigt, und sie stanken nach altem Schweiß, als sie uns angriffen.

Die Tal-Vashoth kämpften mit gefletschten Zähnen, und einer der Arbeiter wurde gebissen. Die Wachen machten sie mit ihren Klingen nieder, bis sie die Flucht ergriffen, und erledigten den Rest mit Pfeilen. Anschließend folgten wir ihren Spuren in den Wald, wo wir auf ihr Lager stießen. Wir fanden dort Frauen, gebeugt und verängstigt, wie es keine Frau sein sollte, schmutzige Kinder, dürr und unterernährt, sowie Leichen. An die Leichen werde ich mich mein Lebtag erinnern.

Es gab dort auch noch weitere Tal-Vashoth, die von den Wachen niedergemacht wurden. Als sie den letzten von ihnen entwaffnet hatten, fragte ihn eine der Wachen, warum er so lebte und sich so verhielt. Der Tal-Vashoth sah ihm in die Augen und antwortete, "Ich verweigere mich dem Qun." Dann stürzte er sich selbst in das Schwert der Wache.

Ich habe das Qun auch schon infrage gestellt. Ich denke, das geht vielen von uns so, auch wenn wir es anderen gegenüber nicht zugeben. Doch als ich die Wut in den Augen dieses Tal-Vashoth-Kriegers sah - als ich erkannte, welch schreckliche Wildheit allein durch das Qun im Zaum gehalten wird -, wusste ich wieder, wo ich hingehöre. Ich bin kein perfekter Qunari, aber ich kenne meinen Platz und meine Aufgabe. Und damit bin ich zufrieden.

- Ein Auszug aus einem Gespräch mit einem Qunari-Arbeiter in Kirkwall

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