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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

Es gibt viele falsche Annahmen, was Andrastes Blutlinie angeht, Monsieur. Meiner Ansicht nach liegt das an einer generellen Unkenntnis über Andrastes sterbliches Leben. Verständlich, sind doch nach ihrem Tod zahlreiche Kulte entstanden, von denen jeder unsere Herrin für seine Kultur beanspruchte und behauptete, bestimmte Aspekte ihres Lebens seien Lügen. Alle diese Versionen sind erfunden. Mein Orden nun hat erhebliche Mühe darauf verwendet, die Wahrheit zu ermitteln.

Wir wissen alle, dass Andraste und der Verräter fünf Kinder großgezogen haben. Die Ältesten waren drei Söhne: Isorath, Evrion und Verald. Die Herrschaft über das vormalige südliche Tevinter wurde unter ihnen aufgeteilt. Isorath erhielt den Westen, das heutige Orlais. Evrion erhielt den Osten, die heutigen Freien Marschen. Verald erhielt die zentrale Planasene, das heutige Nevarra. Das Schicksal dieser Männer und ihr Vermächtnis wurde zum Stoff zahlreicher Legenden, und die meisten, die eine Abstammung von Andrastes Blutlinie für sich in Anspruch nehmen, führen sich auf einen davon zurück. Allerdings hat Andraste keinen dieser drei Söhne tatsächlich selbst geboren. Ihre Mutter war vielmehr die Konkubine des Verräters, Gilivhan. Es wird oft übersehen, dass Andraste von den Alamarri abstammte, und das waren Barbaren, nicht die Bewohner von Ferelden, wie wir sie heute kennen. Sie waren wilde Krieger, die sich neben ihren Frauen auch Konkubinen hielten, und da Andraste zum Gebären für zu schwach befunden wurde, sollte Gilivhan dem Verräter Erben schenken. Und so geschah es auch. Nach Gilivhans Tod wurden die Söhne aufgezogen, als wären sie Andrastes eigene.

Später in ihrem Leben strafte Andraste die Vorhersagen Lügen und bekam zwei Töchter vom Verräter: Ebris und Vivial. Sie wurden von der Öffentlichkeit ferngehalten und durften nicht heiraten, obgleich beide Gefährten hatten. Ebris gebar nur ein Kind, Alli Vemar, die auf einer Reise nach Denerim verschwand - weniger als einen Monat, nachdem ihre Mutter der Seuche erlegen war, und selbst kinderlos. Die jüngere Tochter Vivial war eigensinnig und brach mit den Regeln der Familie, als sie sich in den Magier Regulan aus Tevinter verliebte. Vivian und Regulan gingen zu Beginn des Erhabenen Marsches, nach dem Verrat und Mord an Andraste, ins selbstgewählte Exil und tauchten unter.

Was aus Vivial und ihren Nachfahren wurde, ist größtenteils unbekannt, und dafür gibt es einen Hauptgrund: Sie hatte nur Töchter. Diese heirateten in andere Familien ein, nahmen andere Namen an, und im Chaos der zweiten Verderbnis gingen alle Spuren möglicher Überlebender verloren. Andrastes tatsächliche Blutlinie, so sie überhaupt existiert, folgt ausschließlich den Nachfahren von Vivial, und mein Orden vermutet, dass sie immer nur Töchter zur Welt bringen. Daher sind die Behauptungen Eures jungen Mannes, Monsieur, hochgradig suspekt.

- Aus einem Brief von Schwester Galenna vom Augustan-Orden, 9:12 im Zeitalter der Drachen

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