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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition), Tevinter

Kodexeintrag

Für jene, die außerhalb des Reichs von Tevinter leben, ist es leicht, sich eine Gesellschaft vorzustellen, die lediglich aus Magiern, Elfensklaven und kaum etwas anderem besteht. In Wahrheit jedoch gibt es drei verschiedene tevinterische Welten, die gänzlich voneinander getrennt existieren. Es gibt die Magier, den Adel des Landes, die vollkommen besessen davon sind, untereinander um die Vormachtstellung zu kämpfen - was so weit führt, dass sie den Feinden des Reiches, wie den Qunari, nahezu keine Beachtung schenken. Die hochwohlgeborenen Altus blicken mit Verachtung auf die Laetans herab, die wiederum die Praeteri belächeln. Sie kämpfen um die Vormacht im Magisterium, in dem sich die Bündnisse täglich verändern - und das mit oft tödlichen Folgen. Um also Skandale oder Anfeindungen zu vermeiden, sind sämtliche Familien gezwungen, eine makellose gesellschaftliche Fassade aufrechtzuerhalten.

Dann gibt es die sogenannten Soporati, die "Schläfer". Sie sind diejenigen Bürger, die über keinerlei magische Fähigkeiten verfügen. Und obwohl sie die zahlenmäßig weitaus größere Gruppe sind, unterstehen sie den Magiern. Viele sind über diesen Status verärgert und reden hinter vorgehaltener Hand von Umsturz, und doch wünschen sich die meisten von ihnen insgeheim, dass ihr Kind mit magischem Talent geboren wird - eine durchaus verlockende Vorstellung, da sich diese Begabung tatsächlich in jedem zeigen kann, selbst in einem Sklaven. Man vergisst leicht, dass Tevinter eine gewaltige Anzahl von Bürgerlichen besitzt, aus deren Reihen sowohl die Beamten als auch die Anführer der Legionäre hervorgehen. Es gibt dort außerdem eine breite Händlerklasse, genügend Arme, um jede andere Nation in Thedas in ihnen zu ertränken, sowie die zwielichtigen Diebe, die "Praesumptoren", denen sogar Respekt entgegengebracht wird.

Und dann gibt es noch die Sklaven. Man sollte annehmen, dass zumindest sie einander als Ebenbürtige betrachten, doch dem ist nicht so. Sie unterscheiden zwischen den befreiten Liberati, zwischen persönlichen Dienern der Magister, zwischen jenen, die auf Höfen und in Werkstätten arbeiten, und den "Servus Publicus", die all jene Arbeiten verrichten, zu denen anständige Bürger nicht bereit sind. Und obwohl diese Grenzen nahezu unüberwindbar sind, schmieden die Sklaven des Reiches - womöglich in Nachahmung ihrer Besitzer - beständig Pläne, um es doch irgendwie zu versuchen. Außenstehende mögen dies als sinnlos erachten, doch für die Bürger Tevinters gibt es in ganz Thedas keine Nation, deren gesellschaftliche Klassen wandelbarer sind und in denen Leistung mehr belohnt wird.

- Aus Auf der Suche nach Wissen: Die Reisen eines Scholaren der Kirche, von Bruder Genitivi

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