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Version vom 1. Juni 2018, 07:42 Uhr

Siehe auch: Kodex (Origins)
Sowie: Hafen des Calenhad-Sees

Kodexeintrag

Der Calenhad-See ist der Quell zahlreicher Legenden. Die Avvar sagen, hier habe einst Belenas gestanden, der Berg in der Mitte der Welt, von dem aus Korth, der Bergvater, Himmel und Erde überwacht habe. Aber dann wurde er bei der Schlacht zwischen Korth und der Schlange Nathramar zerstört, und zurück blieb nur ein gewaltiger Krater. Als die Herrin des Himmels sah, dass Belenas nicht mehr da war, weinte sie bitterlich, und ihre Tränen füllten den Krater und schufen den See.

Das Volk von Tevinter glaubte, dass das Wasser des Calenhad-Sees von Razikale, dem Gott der Geheimnisse, gesegnet worden sei, und wer davon trank, sollte besondere Einsichten dadurch gewinnen. Darum baute Tevinter auch den großen Turm auf einer Insel in der Mitte des Sees, in der Hoffnung, die Kräfte des Sees würden bei ihren Forschungen dienlich sein.

Aber am bekanntesten ist wohl die Legende von König Calenhad, nach dem der See auch benannt ist. Darin heißt es, Calenhad Theirin habe ein Jahr und einen Tag im Turm der Magi verbracht. Jeden Tag füllte er eine Tasse mit Wasser aus dem See und brachte sie zu den Formari in der Turmspitze. Durch Magie wurde jede Tasse Wasser in einen einzelnen Ring verwandelt, und alle zusammen bildeten die Rüstung, die der Zirkel Calenhad übergab. In dieser Rüstung, gefertigt aus dem Lebenssaft des Landes selbst, konnte kein Schwerthieb ihn verletzen, kein Pfeil ihn durchbohren, solange er auf dem Boden Fereldens stand.

-- Aus Thedas: Mythen und Legenden, von Schwester Petrine, Scholarin der Kirche.

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