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Siehe auch: Kodex (Dragon Age: Inquisition)

Kodexeintrag

1)
Ich habe nicht sonderlich viele Informationen über Wächter Blackwall. Wir wissen, dass er Marschall der Grauen in Val Chevin wurde, nachdem seine Vorgängerin, Marschall Fontaine, den Posten als Kommandantin der Wächter übernahm. Er ist außerdem Träger der Silberitschwingen der Tapferkeit, ein Ehrentitel, der orlaisianischen Wächtern für große Kühnkeit verliehen wird. Nähere Einzelheiten über die Tat, für die Blackwall die Silberitschwingen erhielt, sind jedoch rar. Die Grauen Wächter sind sehr darauf bedacht, ihre Geheimnisse zu bewahren. Vermutlich erhielt er diese Auszeichnung für einen Einsatz kurz nach der fünften Verderbnis, bei dem die Zugänge zu den Tiefen Wegen in Orlais gesichert werden sollten. Zahlreiche Graue Wächter verloren dabei ihr Leben, und ohne Blackwall wären es vielleicht noch mehr geworden.

Meinen Quellen zufolge reist Wächter Blackwall nun schon seit mehreren Jahren allein. In der Feste von Val Chevin wurde er zuletzt im Jahre 9:37 des Zeitalters der Drachen gesehen. Inzwischen ist sie ebenso verlassen wie alle anderen Außenposten der Wächter. Ich denke, Blackwall ist von dem Verschwinden der Wächter ebenso überrascht wie wir.

Vielleicht werden wir ja im Laufe der Zeit Antworten finden.

- Lelianas Bericht

2) - überschreibt die 1)

Splr dai
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Marschall der Grauen, Träger der Silberitschwingen der Tapferkeit - das alles spielt jetzt wohl kaum noch eine Rolle. Diese Titel gehören zu Wächter Blackwall, doch der Mann, den wir für ihn hielten, war ein gänzlich anderer. Das erklärt auch, warum ich nur so wenige Informationen über Blackwall hatte. Er muss schon seit Jahren gelogen haben.

Ich habe nachfolgend alles zusammengefasst, was ich über Thomas Rainier herausfinden konnte.

- Leliana

Die Geschichte von Thomas Rainier (zusammengestellt von Schwester Leliana)

Rainier wurde in Markham geboren, einem Stadtstaat in den Freien Marschen. Über seine Kindheit und Jugend ist nur wenig bekannt, aber er war bereits im Alter von achtzehn Jahren ein fähiger Krieger. In der Hoffnung, dort sein Glück zu machen, nahm er am Großen Turnei teil, dem bedeutendsten Wettstreit zwischen den Freimarschern. Er gewann den Buhurt, was nicht nur ein Beweis seiner Fähigkeiten war, sondern ihm auch eine ansehnliche Summe Gold einbrachte.

Was aus dem Geld wurde, das Rainier auf dem Turnei gewann, ist unbekannt. Als er zwei Jahre später in Orlais auftauchte, war er jedenfalls um keinen Kupferling reicher als mit achtzehn. Dennoch wusste er seine Fähigkeiten und seinen verbliebenen Ruhm zu nutzen, um sich einen Posten in der orlaisianischen Armee zu sichern.

Rainier tat sich als Soldat hervor und stieg schnell in den Rang eines Hauptmanns auf. Rainiers Männer waren ihm gegenüber absolut treu ergeben. Unsere Quellen sind der Überzeugung, dass viele von ihnen auf sein Wort hin jederzeit einen übergeordneten Befehl missachtet hätten. Oberflächlich betrachtet setzte sich Rainier für die Interessen seiner Männer ein, doch eingehendere Nachforschungen zeigen, dass es ihm vor allem um seinen eigenen Aufstieg und Profit ging.

Rainiers Wunsch, zu Reichtum zu kommen, erklärte vermutlich seine Beteiligung an dem Massaker an Lord Vincent Callier und dessen Familie. Unsere Quellen berichten, dass ein Chevalier Kontakt zu Rainier aufgenommen hatte: Ser Robert Chapuis. Ser Robert unterstützte Großherzog Gaspards Anspruch auf den Thron und wollte sich dessen Gunst sichern, indem er Lord Callier, einen von Celenes engsten Verbündeten, aus dem Weg räumen ließ. Chapuis heuerte Rainier an, um Callier zu ermorden, und bot ihm dafür eine enorme Summe. Wir haben keinen Grund, anzunehmen, seine Taten könnten politisch motiviert gewesen sein. Im Frühling des Jahres 9:35 reisten Lord Callier und seine Familie zu ihrem Sommerhaus am Celestine-See, als ihre Karawane überfallen wurde. Ob Rainier bewusst war, dass Callier diese Reise gemeinsam mit seiner Familie unternehmen würde, ist nicht bekannt. Rainier und seine Männer schlachteten Lord Callier und dessen Gefolge ab und verschonten nicht einmal die vier Kinder, von denen keines älter als dreizehn war.

Es scheint, als hätte keiner von Rainiers Männern die wahren Gründe für die Ermordung des Lords gekannt. Sie haben einfach nur Rainiers Befehle befolgt. Als in den höheren Rängen der Armee Gerüchte über Rainiers Beteiligung an den Morden aufkamen, muss ihn das vorgewarnt haben - als die Wachen kamen, um ihn festzunehmen, war er bereits fort. Seine Männer hingegen hatten nicht so viel Glück. Bis auf einige wenige, die entkommen konnten, wurden sie alle wegen Hochverrats angeklagt.

Thom Rainier wurde zum Verräter und Verbrecher erklärt, wurde jedoch bis heute nicht gefasst.
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