Die Kaiserliche Kirche ist die Kirche des Tevinter-Imperiums mit Sitz in Minrathous. Die Kaiserliche Kirche erkennt die Göttliche der Andrastischen Kirche nicht an, und wählt selbst ihren eigenen kaiserlichen Göttlichen. Dieser wird inoffiziell als "Schwarzer Göttlicher" bezeichnet, wobei dieser im Silbernen Turm residiert. Daher kann davon ausgegangen werden, dass der Silberne Turm das Hauptquartier der Kaiserlichen Kirche ist.

Im Gegenzug der Andrastischen Kirche erlaubt die Kaiserliche Kirche männliche Priester, und hat tolerante Ansichten über Magie und Magier. Der kaiserliche Göttliche entstammt dem Zirkel von Minrathous.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Kordillus Drakon I Justinia I. als erste Göttliche der andrastischen Kirche ernannte, löste das Verärgerung in Tevinter aus, da das Reich bereits bevor Orlais vereinigt wurde die Kaiserliche Kirche mit dem Göttlichen gegründet hat, im Glauben, das auserwählte heilige Land zu sein, wo Andraste gelebt hatte und gestorben war.

Die Magie wird von den Magiern, die herrschende Klasse in Tevinter, sehr geschätzt und in der Oberschicht kann man durchaus von selektiver Züchtung dahingehend sprechen. Bürger betrachten Magie als Geschenk, das in jeder Blutlinie als Eintrittskarte für die Oberschicht bedeuten kann. Magier werden in allen Schichten weitaus mehr respektiert als in anderen Ländern.

Aufgrund dessen konnte die Kaiserliche Kirche nie die Vorherrschaft der Magister-Lords über das Tevinter-Imperium vollständig abschütteln: Obwohl die Magister sich den Gesetzen und den Lehren der Kirche durchaus beugten, und auch dem Zirkel der Magi folgten, taten sie das jedoch nur zu ihren eigenen Bedingungen. Infolgedessen behielten die Magister auch unter der Kaiserlichen Kirche viel Einfluss und Macht. Um die Andrastische Kirche zu besänftigen wurde die Rolle des Kaiserlichen Göttlichen auf eine zeremonielle Position reduziert, und die kirchliche Autorität auf die obersten Kleriker des Imperiums übertragen.

Die oberste Kleriker beantragten mehrmals die Anerkennung der Andrastischen Kirche, was allerdings jedes Mal zurückgewiesen wurde. Als Begründung diente die Tatsache, dass die Kaiserliche Kirche Männer in das Priestertum aufgenommen habe, obwohl dies aufgrund Maferaths Verrat von der Andrastischen Kirche nicht gestattet wird. Zu dieser Zeit war nicht bekannt, wie hoch die Präsenz der Magier in der Kaiserlichen Kirche unter den Klerikern war.

Die Andrastische Kirche bemühte sich weiterhin, ihren Einfluss in das Reich von Tevinter zu verbreiten und zu bewahren. Nach der dritten Verderbnis verschärfte sie ihre Bemühungen, indem sie dafür sorgte, dass bekannt wurde, dass alte Magister für die Entstehung der Verderbnis verantwortlich waren. Das Misstrauen der Kirche gegenüber den Magiern widersprach der in Tevinter etablierten Kultur, die Magie immer noch als Zeichen der Ehre sehen.

Der größte Konflikt zwischen den beiden Konfessionen ergab sich schließlich aus dem zweiten Vers des Gesang des Lichts: "Magie soll dem Menschen dienen und ihn niemals beherrschen", der in Tevinter völlig anders interpretiert wird. Die obersten Kleriker predigen im Gegensatz zur Andrastischen Kirche, dass dieses Gebot bedeutet, dass Magie einem höheren Wohl zu dienen habe, anstatt den Geist anderer zu kontrollieren. Sie glauben, dass dies am besten auszuführen ist, indem die Magier von der Teilnahme an der Regierung befreit werden. Die Kirche aus Orlais verurteilte dies als böse Verzerrung und verlangte, dass die ursprüngliche Interpretation des Satzes wieder gepredigt werden soll. Tevinter lehnte ab und beschuldigte die Kirche aus Val Royeaux der Korruption.

3:87 Zeitalter der Türme kam es schließlich zur endgültigen Spaltung, als sich Tevinter vollständig von der Andrastischen Kirche lossagte, und die Kaiserliche Kirche gründete. Tevinter setzte Valhail, ein männliches Mitglied des Zirkels der Magi als Oberhaupt der Kirche ein. Der kaiserliche Göttliche (auch als schwarzer Göttliche bekannt) rief eine Feier aus, als die Göttliche Joyous II starb. Die neue weiße Göttliche nannte das neue Zeitalter Schwarzes Zeitalter, bezugnehmend auf das Oberhaupt der Kaiserlichen Kirche und der dortigen Korruption und ordnete einen Erhabenen Marsch gegen Tevinter an.

Insgesamt vier Erhabene Märsche der Andrastischen Kirche gegen das Reich gab es, wobei die Anhänger der Kirche aus Orlais in Tevinter erfolgreich einmarschieren konnten. Das Reich widerstand jeder Invasion, womit weder Minrathous eingenommen, noch die Kaiserliche Kirche zur Kapitulation gezwungen werden konnte. Mit ihrem Magiern, die frei von den Zirkeln der Magi sind, nutzte das Imperium ihre volle Macht gegen die Invasoren. Zusammen mit ausländischen Magiern, die in Tevinter Zuflucht gesucht haben, konnte das Reich den Streitkräften der Weißen Göttlichen schwere Verluste zufügen. Die Erhabenen Märsche endeten mit der Vierten Verderbnis, wobei das Reich aufgrund der Geschehnisse sich weigerte, die Dunkle Brut in Anderfels und in den Freien Marschen zu bekämpfen.

Die erfolglosen Erhabenen Märsche stellten sicher, dass die Kluft zwischen Val Royeaux und Minrathous niemals überbrückt werden konnte. Nach dem Rückzug der Orlaisianer trennte sich Tevinter offiziell und etablierte seine eigenen Lehren. Bis heute weigern sich die Weiße Göttliche und der Schwarze Göttliche die Legalität und Autorität des anderen anzuerkennen. Die einzige Zusammenarbeit zwischen ihnen waren die neuen Erhabenen Märsche gegen die Qunari.

Lehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Priester der Kaiserlichen Kirche

Die Hauptlehrern der Kaiserlichen Kirche (und die zum Bruch mit der Andrastischen Kirche führte) ist ihre Interpretation der Worte: "Magie soll dem Menschen dienen und ihn niemals beherrschen." Die Magister interpretieren dies so, dass die Magie dem Allgemeinwohl dienen muss, von dem sie behaupten, dass es durch die Herrschaft der Magier erreicht werden kann. Die Tevinter-Priester änderten den Gesang, um zu reflektieren, dass Magie im Dienst der gesamten Menschheit eingesetzt werden müsse, und verurteilten den Gesang aus Orlais. Dies ermöglichte den Magistern, ihre alten Macht wiederzugewinnen und das Imperium erneut zu regieren. Unterdessen ist die Kirche aus Orlais fest davon überzeugt, dass Magier nicht vertrauenswürdig sind, und kontrolliert werden müssen. Beide Kirchen verurteilen sich gegenseitig wegen ihrer Ansichten über Magie.

Während die Andrastische Kirche glaubt, dass Andraste göttlich war, und nach ihrem Tod zum Erbauer kam, behauptet die Kaiserliche Kirche, sie sei nur eine sterbliche Prophetin mit beträchtlichem magischen Talent, auch wenn sie ein Symbol der Hoffnung ist. Während die Kaiserliche Kirche Andraste immer noch respektiert und ehrt, verbietet sie jedoch deren Verehrung, wie sie in der Andrastischen Kirche praktiziert wird, und konzentrieren sich stattdessen auf die Anbetung des Erbauers.

Während die Kirche aus Orlais den Stolz für die Zweite Sünde, und die anschließende Erschaffung der Dunklen Brut und den Beginn der Ersten Verderbnis verantwortlich macht, sagt die Kaiserliche Kirche im Gegensatz dazu, dass die Hauptschuldigen für die Schwärzung der Goldenen Stadt die Lügen der Alten Götter waren, und nicht der Stolz der Menschheit dafür verantwortlich ist.

In der Kirche aus Val Royeaux dürfen nur Frauen verehrte Mütter, Oberste Klerikerinnen oder Göttliche werden. Männer sind nur als Brüder gestattet. In der Kaiserlichen Kirche hingegen wird Männern Zugang zu allen Rangstufen des Tevinter-Imperiums gewährt. Tatsächlich war der erste ernannte schwarze Göttliche sowohl ein Mann, als auch ein Magier. Dies war das ultimative Sakrileg für die Anhänger der Weißen Göttlichen. Fast alle Priester im Imperium heiraten, und die Arbeit im Klerus läuft in der Regel in der Familie.

Obwohl alle Kirchen in Thedas eine ewige Flamme haben, die durch Magie weiterbrennt, ist im Imperium der Tag, an dem ein Zauber zur Ernennung gesprochen wird, ein religiöser Feiertag. Während aller Gottesdienste der Kaiserlichen Kirche wird offen Magie gewirkt.

Es gibt einen zusätzlichen Feiertag für die "Besuche", an dem Tevinter-Magierinnen das angebliche Erscheinen der seligen Andraste in Träumen feiern, als sie das Nichts durchquerte.

Der Jahrestag des Todes von Archon Hessarian ist auch ein religiöser Feiertag. Er galt als der wichtigste von Andrastes Schülern und wird in Tevinter mehr verehrt als anderswo, ähnlich wie Kordillus Drakon, der in Orlais verehrt wird.

Der kaiserliche Templerorden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magier im Reich von Tevinter im Zirkel der Magi werden von hochkarätigen Magistern anstelle von Templern überwacht. Seit der Wiederherstellung der Magokratie fällt die kaiserliche Kirche unter der Autorität der Magister, und damit des Zirkels der Magi. Lordsucher Lambert van Reeves behauptete, der Orden hat in Tevinter keine wirkliche Macht. Tatsächlich hat dies die Hauptfunktion der Templer auf die bloße Durchsetzung der kaiserlichen Kirche reduziert.

Während kaiserliche Templer immer noch eingreifen können, wenn ein Magier verbotene Magie ausübt, und ihnen das Recht der Auflösung zur Verfügung steht, handeln sie normalerweise nur gegen geringe Magier, oder jene Magier, die bei den Magistern in Missgunst gefallen sind. Bemerkenswerterweise hat Tevinter die gemäßigte Verwendung von Blutmagie nicht als von Natur aus gefährlich verboten, solange das eigene Blut für die Verwendung der Blutmagie genutzt wird, oder das Blut eines willigen Teilnehmers. Diese Art der Blutmagie kann aber trotz der Macht nur begrenzt sein, und Tevinter-Magier suchen immer mehr Macht. Die Grenze wird überschritten, wenn Magier Opfer oder Dämonenbeschwörung einsetzen, und vermutlich betreibt jeder Magier mit Rang hinter verschlossenen Türen verbotene Magie, während die anderen stillschweigend von der Macht ausgeschlossen sind, oder die Templer nach ihnen schicken.

Die Mehrheit der kaiserlichen Templer ist nicht in der Lage Magie entgegenzuwirken, und wird hauptsächlich als Soldaten eingesetzt. Tatsächlich sind die modernen Tevinter-Magier ausnahmslos verwirrt, wie ihre Magie von nichtkaiserlichen Templern zunichte gemacht werden, da sie in ihrem Heimatland noch nie zuvor auf solche Fähigkeiten gestoßen sind.

Ein weiterer wesentlicher Unterschied zwischen den Kaiserlichen und den Andrastischen Templern besteht darin, dass Tevinter kein Gegenstück zu den Suchern der Wahrheit besitzt, die sowohl die Templer als auch die Magier beschützt. Wenige, wenn überhaupt, wissen von den Suchern der Wahrheit, oder dass es einen Unterschied zwischen den Suchern und den Templern gibt.

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